Feedback – Frust – Lust – Veränderung

Wer macht Kollegen oder seine Mitmenschen schon gern auf einen Fehler aufmerksam? Der Kritiker fühlt sich unbehaglich, der Kritisierte verletzt. Doch in einer fairen Rückmeldung steckt erhebliches Potenzial.

Feedback-Frust-Lust-Veränderung

“Egal, ob es um fachliche oder persönliche Mängel geht, die wichtigste Feedback-Regel lautet: Wer Kritik übt, bleibt sachlich.     So eine gängige Meinung.

Sehr Fragwürdig! – Schon fast ein bisschen dümmlich! – Sachlich bleiben?!

Sind wir denn Rückkopplungssysteme? – Wie eine Heizung? Heiß oder Kalt / Wie ein Auto? Öllfüllstandsanzeiger gibt Signal oder bleibt ruhig  / Wie eine Webadresse? Es gibt eine Antwort oder nicht  / Wie ein Dampfkessel? Viel oder wenig oder normaler Druck / usw. Wir Menschen sind immer mit unseren Einstellungen, Haltungen, Emotionen unterwegs. So bewegen wir uns durch die Welt, kognitiv und emotional. Auch beim Feedback geben und empfangen. Und dass macht es oft so schwer.

„Sie werden wieder nicht pünktlich fertig“ oder „Sie haben den Verhandlungspartner zu früh festgenagelt“, sind pauschale Vorwürfe, die wie persönliche Angriffe wirken. 
Anstelle von Anschuldigungen, Pauschalurteilen oder platter Kritik sollte ein konkretes Verhalten oder Arbeitsergebnis kritisiert werden, und zwar zeitnah zum Ereignis und unter vier Augen.

Eine wirkungsvolle Rückmeldung berücksichtigt immer die Integrität der angesprochenen Person. Nur wenn wir andere einladen oder ermutigen oder sogar inspirieren eine andere Erfahrung zu machen, kann Feedback zum Gelingen der gewünschten Wirkung führen. Und: Manchmal hilft auch Loben! 

In diesem Blog stellen wir interessante Texte, Vorgehensweisen oder auch Übungen rund um das Thema Feedback vor.

Ein Angebot von www.synapse-web.com

Die Vermessung der Welt war schon immer da!

Die Vermessung der Welt war schon immer da! - Die Vermessung des Menschen – Die Vermessung der Menschheit = Big Data - Und was machen wir damit?

Die Menge der weltweit kursierenden Daten verdoppelt sich jährlich. Auch im Gesundheits- /Versicherungsbereich usw. arbeiten immer mehr Forscher, Firmen und Ärzte mit “Big Data”. Gesundheitsdaten werden über soziale Netzwerke, mobile Apps oder Online-Patiententagebücher gesammelt. Gleichzeitig wachsen die Möglichkeiten, solche Daten schnell und effektiv auszuwerten und sie mit anderen Daten, etwa zum Einkaufsverhalten, zu verknüpfen.

Solche Analysen ermöglichen tiefe Einblicke in den individuellen Gesundheitszustand und Lebenswandel und bringen unterschiedliche ethische und rechtliche Herausforderungen für verschiedene gesellschaftliche Bereiche mit sich: Im Privatleben ermöglicht das sogenannte Life-Logging eine immer umfassendere Selbstüberwachung, mit der Nutzer womöglich die eigene Freiheit und Selbstbestimmung zunehmend und unbemerkt einschränken. Generali setzt auf Big Data

Internationale Forschung und partizipative Medizin stellen im Rahmen des Open-Data-Trends immer größere Mengen an Rohdaten online zur Verfügung. Zusammen mit den neuen Datenverknüpfungsmöglichkeiten erhöht dies die Gefahr des Missbrauchs und eines Vertrauensverlusts in die Forschung.

In der Gesundheitsversorgung schafft die neue Datenfülle neben Chancen für Diagnostik, Therapie und Forschung auch neue Herausforderungen bei der Interpretation. Hinzu kommt die Sorge, dass die Datenauswertung zunehmend den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt verdrängen könnte.

Interessante Beiträge dazu

„Doktor Faust aus Einsen und Nullen“ Doktor-Faust-aus-Einsen-und-Nullen       von Ulrich Beck, Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der London School of Economics and Political Science

“Frank Schirrmachers neues Buch “Ego” ist ein wütender Angriff auf den Finanzmarktkapitalismus. Im “homo oeconomicus” sieht er ein neues, katastrophales Menschenbild entstehen. Doch zur Apokalypse gibt es eine Alternative.”

“”Jeder Mensch muss zum Manager seines eigenen Ichs werden.” Das ist glänzend gesagt und richtig. Vorbei ist die Zeit, als Unternehmer Unternehmer und Arbeitnehmer Arbeitnehmer waren. Jetzt, in der Stufe des Ego-Kapitalismus ist die neue Sozialfigur des “Selbstunternehmers” entstanden; das heißt: der Unternehmer lädt noch den Zwang der Selbstausbeutung und Selbstunterdrückung auf das Individuum ab, und das muss zu allem Hurra rufen, weil das nun der ganz neue Mensch ist, der hier in der schönen neuen Arbeitswelt geboren wird. Der Selbstunternehmer wird sozusagen zum “Mülleimer” der ungelösten Probleme aller Institutionen. Und er soll sozusagen den Mülleimer, diesen garbage can, zu dem man ihn gemacht hat, wiederum in einen schöpferischen Prozess seiner selbst verwandeln.“”

Yvonne Hofstetter: „Der Angriff der Intelligenz“ yvonne-hofstetter-kuenstliche-intelligenz

“Wir brauchen eine Treuhandstelle für Algorithmen”, sagt Yvonne Hofstetter, Expertin für Künstliche Intelligenz. Sonst drohe eine Herrschaft intelligenter Maschinen. von Götz Hamann und Adam Soboczynski

Hofstetter schätzt den Komfort, den diese Technik mit sich bringt, sagt aber: “Derartige Systeme sind ein Angriff auf die Autonomie des Menschen. Sie funktionieren nur auf der Basis unterbrechungsfreier Totalüberwachung!”

 

 

Work Hard – Play Hard

Ein interessanter Film über unsere schöne neue Arbeitswelt. Dauer ca. 90 Min Kommt über YouTube rein. Einfach auf das Bild klicken.

 

Ein Dokumentarfilm von Carmen Losmann über unsere moderne Arbeitswelt. 2011. Das Streben nach Gewinnmaximierung und grenzenlosem Wachstum hat die Ressource Mensch entdeckt. So bedeutet in der modernen Dienstleistungsgesellschaft die Optimierung eines Betriebes die Optimierung der Mitarbeiter. Die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle sollen verschwinden, damit die Arbeit attraktiver wirkt und auch nach Dienstschluss weitergeht. Bei Auswahl, Motivation und Training der Mitarbeiter von morgen wird nichts dem Zufall überlassen. Permanente Selbstoptimierung steht auf dem Programm.
Siehe auch: ARD – TV Programm  /  Work Hard – Play Hard

information overload

Informationsüberflutung (auch Informationsflut, engl. information overload oder information flood) bezeichnet den Zustand einer Person, „zu viele“ Informationen zu einem Thema zu besitzen, um eine Entscheidung treffen zu können.

Hier ein Beitrag von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer zu den Themen:
Multitasking (Mehrprozessbetrieb) und / oder Information Overload (Informationsüberflutung) / und / oder Burn Out (Stress+Depression).
Jahr 2012 / Dauer ca. 10 Min

 

 

“Alphabet”

Der Dokumentarfilmer Erwin Wagenheber prangert unser
fehlgeleitetes Bildungssystem an.
http://www.alphabet-film.com

„Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem wird durch krisenhafte Entwicklungen zunehmend in Frage gestellt und eine Antwort ist nicht in Sicht. Die politischen und wirtschaftlich Mächtigen wurden zum Großteil an den besten Schulen und Universitäten ausgebildet. Ihre Ratlosigkeit ist deutlich zu spüren und an die Stelle einer langfristigen Perspektive ist kurzatmiger Aktionismus getreten.

Mit erschreckender Deutlichkeit wird nun sichtbar, dass uns die Grenzen unseres Denkens von Kindheit an zu eng gesteckt wurden. Egal, welche Schule wir besucht haben, bewegen wir uns in Denkmustern, die aus der Frühzeit der Industrialisierung stammen, als es darum ging, die Menschen zu gut funktionierenden Rädchen einer arbeitsteiligen Produktionsgesellschaft auszubilden. Die Lehrinhalte haben sich seither stark verändert und die Schule ist auch kein Ort des autoritären Drills mehr. Doch die Fixierung auf normierte Standards beherrscht den Unterricht mehr denn je.“
Zitat von: http://www.alphabet-film.com/worum-geht-es.html